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Erkennen

Erkenntnisse sind - im Austausch in der Regel verbale - Abstraktionen aus (gemeinsamen) Erfahrungen, die dem beabsichtigten Einwirken auf das Erkannte, einem Objekt, potenziell dienlich sind. Insofern klinken sich Erkenntnisse immer in bereits laufendes Handeln bzw. Wirken ein. Wirken ist auf Objekte gerichtet, die verändert werden sollen. Letzteres impliziert eine „Absicht“. Absichten wiederum beziehen sich auf Werte.

Vereinbar damit ist die Sicht von der Konsistenz der Beschreibungsebenen (http://www.scilogs.de/die-natur-der-naturwissenschaft/was-ist-es-denn-nun-wirklich/)

Aber welche Absichten verfolgen wir denn mit den Objekten unseres Wirkens? Wenn wir das wieder erkennen wollen, wird unser Ansatz zirkulär.

Doch nur in der Kognition. Wenn wir Kognitionen im Verhalten verankern, auf das sie bezogen sind, verliert sich die Zirkularität. Denn wir sind immer am Wirken in der äußeren Welt, der Wirklichkeit. Selbst wenn wir nichts tun, wirken wir auf die Umgebung1), den Kontext, wie es in ACT heißen würde. Wenn kognitive Abläufe im dienenden Verhältnis dazu stehen, können sie in sich zirkulär sein und trotzdem funktional (für das Wirken). Unsere Erkenntisse würden aber subjektiv, individuell konstruiert bleiben, wenn wir sie nicht (funktional) auf das koordinierte Wirken, die Kooperation beziehen könnten. Damit befindet sich die hier vertretene Position in Übereinstimmung mit Rortys Pragmatismus (Rorty).

Es soll gezeigt werden, dass eine Reflexion der „Richtungen“ menschlichen Verhaltens nützlich für die Art und Weise seiner Gerichtetheit sein kann. Über die Entstehung und Entwicklung von Werten brauchen wir nicht zu schweigen, auch wenn allem Erkennen Werte zugrunde liegen (s. a. Zusammenfassung). Vor allem sollte sich dadurch die Abstimmung des Verhaltens mehrerer Menschen aufeinander verbessern lassen.

Erkennen und Wissenschaft

Wissenschaftliches Erkennen ist wohl die ausgereifteste Version des gemeinschaftlichen Erkennens. Sie ist a priori Kooperation. Sie baut auf den Methoden und Auswertungen der bekannten Geschichte menschlichen Erkennens auf. Damit ist sie nicht nur Kooperation gegenwärtiger Wissenschaftlicher, sondern geschichtlich fortschreitende Kooperation.

Ein kleines Traktat zu Wissenschaft und Erkennen

Erkennen und Wirklichkeit

Es gibt verschiedene Heftigkeiten des Engagements (vs. versus des Zurücktretens). Wirklichkeit erscheint nur beim Zurücktreten als statisch. Das hat aber auch mit den nötigen Grenzen des Lebens zu tun. Bis zu meinen Grenzen kann ich (inter-)agieren, darüber hinaus betrachte ich allenfalls noch oder lasse auch das. Wenn also Wirklichkeit punktuell fest, statisch scheint, trete ich gerade zurück. Ansonsten kann ich - in den Grenzen meiner Gestaltungsmöglichkeiten - immer wieder eingreifen, verändern.

Mit diesen Ausführungen schließt sich für mich auch ein persönlicher Kreis: Von der wissenschaftlichen Psychologie wurde mir zuerst die Gestalt-Psychologie nahe gebracht. Im Bereich der Wahrnehmung handelte es sich aber dabei um automatisierte Vorgänge des Sich-Zusammenfügens. Trotzdem tauchte auch dort schon der Begriff des Wertes auf (Köhler). Nicht gesehen wurde dort, dass erst Operationen2) die Voraussetzungen für das Sich-Zusammenfügen schaffen. Auf einer unteren Ebene werden diese Operationen allerdings in der Evolution bald fest „verdrahtet“ 3) Doch auf höherer Ebene sind wir wieder oder weiterhin die Gestalter (s.a. „Menschliche Freiheit“). unserer Lebensbedingungen. Werte sind die Zielrichtungen dieses Gestaltens.

Eingriff und Interesse

Da wir mit jedem Erkenntnis(-versuch) bereits wieder in die Wirklichkeit eingreifen, müssen wir uns der Frage stellen, in welche Richtung wir eingreifen (wollen). Selbst wenn wir es versäumen oder uns weigern einzugreifen, bestimmen wir, dass etwas bleibt oder (ohne uns) weiterläuft.

Das führt zu einer anderen Art, Werte zu erfassen, als ACT das bisher meist tut. Wir fragen (uns) nicht mehr, was uns wichtig ist, sondern wo wir eingreifen oder bereits dazwischen4) sind. Oder wir fragen uns, wo wir uns nicht einmischen, obwohl wir etwas sehen, was uns trifft, betrifft, berührt oder irgendwann sicher oder vermutlich berührt. Und dann kann bereits das Experimentieren beginnen.

Des weiteren ist Eingreifen immer mehr oder weniger global oder differenziert. Wenn Handlungen an Aufgaben im gewohnten Muster unzureichende Wahlmöglichkeiten zeigen, können sie auf kleine Abläufe verfeinert werden, an denen solche Wahlmöglichkeiten wieder sichtbar werden. Und wieder „erkennen“ wir dann anders.

Gemeinsames Erkennen, gemeinsame Werte

Gäbe es nicht gemeinsame Werte, dann könnten wir jede wissenschaftliche Kommunikation beenden. Ein gemeinsames Erkennen, ein Erkennen, das sich durch Zusammenwirken ergibt und auf das wir uns einigen können, wäre nicht möglich. Über die Breite der gemeinsamen Werte lässt sich streiten.

Allerdings haben wir es nicht mit einer Linearität „Erkennen → Kooperieren“ zu tun. Da sich diese beiden Variablen kreisförmig zueinander verhalten, befinden wir uns entweder in diesem Kreis, oder wir sind aus ihm mehr oder weniger herausgeschleudert. Mit den Risiken von einsamen Sackgassen einzelner Menschen oder Gruppen. Weitere (Wissenschafts-)Geschichte entscheidet dann, was Sackgasse ist/war und was nicht.

Erkennen und Kooperation

Menschen können nicht nur als Einzelne erkennen, sie müssen sich auch immer auf andere verlassen. Das umfassendste Erkennen ist heute Wissenschaft.

Wenn wir gemeinsam erkennen, brauchen wir folgende Kennzeichnungen von Kooperation:

  • Offenheit und Transparenz
  • Verlässlichkeit
  • kooperative Flexibilität, d.h. flexibler Wechsel von Folgen und Widerstand (s. Streiten).
  • Gerechtigkeit

Diese Kennzeichen von Kooperation können nur noch erfahren werden, nicht mehr im klassischen Sinne „erkannt“. Je länger eine gemeinsame Erfahrung bzw. die Erfahrung von Gemeinsamkeit dauert, desto fester ist die Grundlage des Erkennens.

1) allerdings nicht gestaltend, nicht „konstruktiv“
2) Unter Operationen sollen alle verändernden Eingriffe der Menschen verstanden werden. In Ableitung dann aber auch kognitive Prozesse, die selbst noch nicht eingreifen, sondern die Eingriffe vorbereiten.
3) In ähnlicher Weise nehmen modernere Prozessoren den Programmen primitive oft benötigte Prozesse ab.
4) Interesse heißt ja wörtlich übersetzt: Dazwischen sein.

Diskussion

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erkennen.txt · Zuletzt geändert: 2015/11/08 15:16 von gerhard
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