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Referat zu "ACT und Politik"


Eine Geschichte über mich



Jeder kann verschiedene Geschichten über sich selbst erzählen. Gemeint sind nicht nur die Ereignisse, sondern ihre verschiedene Wertung, das Hervorheben von Teilen, das Verschweigen anderer. Ich kann mal die heute präsente Geschichte erzählen. Morgen könnte ich die Geschichte(n) wieder anders schreiben.

Ich bin 1946 in einem Dorf im bayerischen Schwaben geboren, ging im Alter von 11 in ein Internat, das vom katholischen Bistum eingerichtet worden war. Entsprechend bedeutsam war für mich die Auseinandersetzung mit Religion, aber auch mit Autorität, in der Schulklasse mit Demokratie.

Portrait

Nach dem Abitur zeigten mir eineinhalb Jahre Militärdienst, dass Einordnung noch simpler erzwungen werden kann.

In München habe ich Psychologie studiert, Allgemeine Psychologie unter dem Einfluss von Gestalt-Psychologie, den klinischen Teil unter dem Einfluss des Behaviorismus. Ich war ein Fan von O.H. Mowrer, Walter Mischel, Gerald Patterson, dann aber auch von A.R.Luria und P.J.Galperin. Nach dem Studium wollte ich nützlich sein, etwas für Menschen bewirken. So verschlug es mich ca. 10 Jahre in die stationäre Psychiatrie, dazwischen auch in eine Beratungsstelle für Jugendliche und Drogenprobleme. Und schließlich in die private Psychotherapie-Praxis. Letzteres eher zögerlich, weil mir diese Form der Arbeitsorganisation suspekt war.

2004 entdeckte ich ACT. Und war begeistert. Inzwischen ist es so vertraut, dass ich nicht mehr begeistert bin. Ich sehe die Grenzen dessen, was Theorie und Praxis abdecken. Und will sie auch mit dieser Webseite hier erweitern.

Relativ spät wurde ich Vater von drei Kindern, zog sie teilweise allein groß. Inzwischen habe ich meine Kassenpraxis abgegeben. Seit Ende 2014 bin ich wieder verheiratet.

Seit meinen Gymnasialzeiten war ich ein politischer Mensch, wenigstens im Mitverfolgen und Mitdenken. Ich habe merklich von der 68-er Bewegung profitiert, mich immer als Linken eingeordnet. Seit der Ukraine-Krise revidiere ich wieder mal meine Sichtweise der globalen Zusammenhänge - wie vielleicht mancher. Unsere Demokratie scheint mir weitgehend verkrustet. Die Mainstream-Medien sind voll von Propaganda. Welch ein Segen, dass wir das Internet haben! Es hilft Menschen zu verbinden, die sonst nichts voneinander wüssten. Ich glaube nicht, dass ich nur Angst vor der gesellschaftlichen, menschlichen Zukunft habe, weil ich altersbedingt überfordert sein könnte.

Wer sich noch etwas mehr für meine berufliche Entwicklung interessiert, kann ein Interview mit mir in der Zeitschrift "Verhaltenstherapie & Psychosoziale Praxis, 46.Jg.(4), 1029-1038, 2014" (dgvt-Verlag) lesen.