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Referat zu "ACT und Politik"


Demokratie

Wenn sich Menschen in größeren Einheiten organisieren, brauchen sie abgesprochene Abläufe, abgesprochene Verantwortungsverteilung, also Kooperation in festgelegten Formen. In staatlicher Dimension wird Demokratie als die fortschrittlichste Form des Sich-zusammen-Tuns gesehen. Das gegenwärtig dominante Modell ist die repräsentative Demokratie. Für heutige riesige Staatsgebilde scheint sie konkurrenzlos. Die Globalisierung des Warenverkehrs setzt aber Gesetzmäßigkeiten, die mächtiger sind als "demokratische" Willensbekundungen. Die Respräsentanten unterwerfen sich eher diesen "Sachzwängen" und nutzen die Zeiten zwischen den Wahlen, um sich vom Willen des Volkes zu lösen. Abgesehen davon stellen sie sich mit Paketen zur Wahl, so dass die Wähler keinen differenzierten Einfluss auf das Geschehen haben. Ein Teil, vielleicht ein großer Teil will das auch gar nicht, bleibt oder wird - metaphorisch gesprochen - lieber wieder zum Kind, das sich vom großen Vater oder von der großen Mutter beschützen, aber auch beherrschen lässt.

Je entfernter die Zusammenhänge, vor allem die Konsequenzen der eigenen Handlungen vom Handelnden sind, desto mehr verschwinden sie aus seiner Sicht und Perspektive (s. Kohlenberg&Tsai 1991). Die Verantwortung schwindet. Der Herrschafts-Apparat igelt sich ein. Zur möglichen Lösung dieser Problematik habe ich ein neues Demokratiemodell vorgeschlagen.

Ein neuerer Artikel konkretisiert Ideen zu einer sich ausbreitenden Basis-Organisation statt des Aufbaus einer neuen Art von Partei. Darauf wieder baut ein weiterer Artikel auf, der Vorschläge enthält, was den Rahmen der zu gründenden Gruppen betrifft.

Dort wird es zwar nur angedeutet, doch das Modell hat einiges mit ACT zu tun. Zunächst einmal hinsichtlich der grundlegenden Bedeutung des Wählens, also des Engagements, des Commitment statt einer bloßen Abgabe seiner Stimme. Ein weiteres wichtiges Element ist die Dezentralisierung, die umsetzen soll, was Kohlenberg&Tsai (1991, S. 203ff) thematisieren: den Kontaktverlust mit den Konsequenzen des eigenen Handelns in globalen Zusammenhängen.

Und noch grundsätzlicher: Der Verbal-Apparat der heutigen Politik ist zum Theater verkommen, das gespielt wird, um Massen zu beeinflussen, je omnipräsenter die geeigneten Medien geworden sind. Verbalverhalten kann sehr willkürlich sein, ist es eigentlich immer. Es bedarf der ständigen verbindenden Tätigkeit, um seine Willkürlichkeit zu mindern. Je länger die Akteure unkontrolliert "repräsentieren" dürfen und je größer die staatlichen Gebilde sind, desto unmöglicher werden Kontrollen, "Verbindungen" und Transparenz.